Aktuelle Medizinische Themen


Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert darüber, dass in der Europäischen Union ein chargenbezogener Rückruf valsartanhaltiger Arzneimitteln erfolgt, deren Wirkstoff von dem chinesischen Hersteller Zhejiang Huahai Pharmaceutical produziert wurde.

 


https://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Arzneimittelzulassung/Arzneimittelinformationen/Arzneimittelfaelschungen/RapidAlertSystem/Valsartan/_node.html

 


Eine Übersicht der von den pharmazeutischen Unternehmen jeweils aktuell an die Arzneimittelkommissionen der Deutschen Apotheker (AMK) übermittelten Rückrufe valsartanhaltiger Arzneimittel ist auf der Homepage der der Arzneimittelkommissionen der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) öffentlich zugänglich


https://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/Weitere/201807091.html


Patientinnen und Patienten, die valsartanhaltige Arzneimittel einnehmen, sollen die Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt absetzen, da das gesundheitliche Risiko eines Absetzens um ein Vielfaches höher liegt als das mögliche Risiko durch eine Verunreinigung. Ein akutes Patientenrisiko besteht nicht.



Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen


Gesetzlich versicherte Männer ab dem 65. Lebensjahr können ab dem 1. Januar 2018 einmalig ein Ultraschallscreening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen in Anspruch nehmen.


PATIENTENINFORMATION ZUM DATENSCHUTZ

 

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten ist uns wichtig. Nach der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind wir verpflichtet, Sie darüber zu informieren, zu welchem Zweck unsere Praxis Daten erhebt, speichert oder weiterleitet. Der Information können Sie auch entnehmen, welche Rechte Sie in puncto Datenschutz haben.


1. VERANTWORTLICHKEIT FÜR DIE DATENVERARBEITUNG

Verantwortlich für die Datenverarbeitung ist:

Praxisname:                         Arztpraxis Dr. Jens Uwe Eigenwillig

Adresse:                               Spielbergtor 12 d, 99099 Erfurt

Kontaktdaten:                      Telefon: 0361 – 346 5988

                                                E-Mail:  jensuwe.eigenwillig@gmx.de

 

Sie erreichen die/den zuständige/n Datenschutzbeauftragte/n unter:

Name:                                   Dr. Jens Uwe Eigenwillig

Anschrift:                              Spielbergtor 12 d, 99099 Erfurt

Telefon:                                 0361 – 346 5988

E-Mail:                                    jensuwe.eigenwillig@gmx.de


2. ZWECK DER DATENVERARBEITUNG

Die Datenverarbeitung erfolgt aufgrund gesetzlicher Vorgaben, um den Behandlungsvertrag zwischen Ihnen und Ihrem Arzt und die damit verbundenen Pflichten zu erfüllen.

Hierzu verarbeiten wir Ihre personenbezogenen Daten, insbesondere Ihre Gesundheitsdaten. Dazu zählen Anamnesen, Diagnosen, Therapievorschläge und Befunde, die wir oder andere Ärzte erheben. Zu diesen Zwecken können uns auch andere Ärzte oder Psychotherapeuten, bei denen Sie in Behandlung sind, Daten zur Verfügung stellen (z.B. in Arztbriefen).

Die Erhebung von Gesundheitsdaten ist Voraussetzung für Ihre Behandlung. Werden die notwendigen Informationen nicht bereitgestellt, kann eine sorgfältige Behandlung nicht erfolgen.


3. EMPFÄNGER IHRER DATEN

Wir übermitteln Ihre personenbezogenen Daten nur dann an Dritte, wenn dies gesetzlich erlaubt ist oder Sie eingewilligt haben.

Empfänger Ihrer personenbezogenen Daten können vor allem andere Ärzte / Psychotherapeuten, Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenkassen, der Medizinische Dienst der Krankenversicherung, Ärztekammern und privatärztliche Verrechnungsstellen sein.

Die Übermittlung erfolgt überwiegend zum Zwecke der Abrechnung der bei Ihnen erbrachten Leistungen, zur Klärung von medizinischen und sich aus Ihrem Versicherungsverhältnis ergebenden Fragen. Im Einzelfall erfolgt die Übermittlung von Daten an weitere berechtigte Empfänger.


4. SPEICHERUNG IHRER DATEN

Wir bewahren Ihre personenbezogenen Daten nur solange auf, wie dies für die Durchführung der Behandlung erforderlich ist.

Aufgrund rechtlicher Vorgaben sind wir dazu verpflichtet, diese Daten mindestens 10 Jahre nach Abschluss der Behandlung aufzubewahren. Nach anderen Vorschriften können sich längere Aufbewahrungsfristen ergeben, zum Beispiel 30 Jahre bei Röntgenaufzeichnungen laut Paragraf 28 Absatz 3 der Röntgenverordnung.


5. IHRE RECHTE

Sie haben das Recht, über die Sie betreffenden personenbezogenen Daten Auskunft zu erhalten. Auch können Sie die Berichtigung unrichtiger Daten verlangen.

Darüber hinaus steht Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen das Recht auf Löschung von Daten, das Recht auf Einschränkung der Datenverarbeitung sowie das Recht auf Datenübertragbarkeit zu.

Die Verarbeitung Ihrer Daten erfolgt auf Basis von gesetzlichen Regelungen. Nur in Ausnahmefällen benötigen wir Ihr Einverständnis. In diesen Fällen haben Sie das Recht, die Einwilligung für die zukünftige Verarbeitung zu widerrufen.

Sie haben ferner das Recht, sich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde für den Datenschutz zu beschweren, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten nicht rechtmäßig erfolgt.

Die Anschrift der für uns zuständigen Aufsichtsbehörde lautet:

Kassenärztliche Vereinigung Thüringen

Zum Hospitalgraben 8

99425 Weimar

 

6. RECHTLICHE GRUNDLAGEN

Rechtsgrundlage für die Verarbeitung Ihrer Daten ist Artikel 9 Absatz 2 lit. h) DSGVO in Verbindung mit Paragraf 22 Absatz 1 Nr. 1 lit. b) Bundesdatenschutzgesetz. Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich gern an uns wenden.

 

Ihr Praxisteam

 

Medizinische Versorgung - Hausärzte seltener auf Hausbesuch

Stand: 13.06.2018 05:00 Uhr

     

Patienten können in eine Praxis gehen - oder der Arzt kommt zu Patienten nach Hause. Doch das ist immer seltener der Fall. Möglicher Grund: Medizinern drohen drastische Rückzahlungen.


Quelle:  Jens Wiening,  ARD-Hauptstadtstudio


Die Zahl der Hausbesuche ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Gab es 2009 bundesweit noch über 30 Millionen Hausarztbesuche bei gesetzlichen Versicherten, waren es 2016 nur noch gut 25 Millionen.

Für das vergangene Jahr liegt bisher lediglich eine Hochrechnung vor. Derzufolge ist die Zahl der Hausbesuche sogar unter die 25-Millionen-Grenze gefallen.  Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio exklusiv vorliegt.

Drastische Rückzahlungen

Als Grund für den Rückgang sieht der Gesundheitsexperte der Linkspartei, Achim Kessler, die Sorge vieler Hausärzte, dass sie Rückzahlungen leisten müssen, wenn sie zu viele Hausbesuche machen: "Problematisch sind nicht die wenigen Fälle, wo Hausärzte Rückzahlungen leisten müssen, sondern gravierend ist die Höhe der Rückzahlung. Bei dem Beispiel, das wir aus Hessen kennen, sind es 50.000 Euro. Das hat auf andere Hausärzte eine abschreckende Wirkung, möglichst wenige Hausbesuche zu machen."

Das konkrete Beispiel einer Landarztpraxis in Hessen verdeutlicht für Kessler das Grundproblem. Wie oft ein Hausarzt zum Hausbesuch rausfahren darf, ermittelt eine unabhängige Prüfstelle. Dabei würden Werte von Arztpraxen aus ganz Hessen verglichen und ein Mittelwert errechnet. Die betroffenen Ärzte kritisieren, dass bei der Berechnung auch viele Arztpraxen in Ballungsräumen eingerechnet würden. In Frankfurt oder Wiesbaden fahre aber keiner mehr zum Hausbesuch raus. 

 

Experten sehen die ärztliche Versorgung abseits der Ballungsräume gefährdet. 

Versorgung gefährdet

Liegen Arztpraxen weit über dem ermittelten Landesdurchschnittswert, müssen sie befürchten, zu viel kassierte Honorare zurückzuzahlen. Sie müssen dann nachweisen, dass jeder Hausbesuch medizinisch notwendig war. Der Klassiker: Darf ein Arzt wegen einer Erkältung zum Patienten rausfahren? Die Konsequenz ist laut Kessler von der Linkspartei: Ärzte machen weniger Hausbesuche. "Es ist eine Spirale nach unten, was letztlich die Versorgung in der Fläche gefährdet."

Laut schriftlicher Antwort der Bundesregierung müssen die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Krankenkassen die Wirtschaftlichkeit der ärztlichen Leistungen prüfen. Die Prüfung nach Durchschnittswerten sei allerdings nicht zwingend und die konkrete Ausgestaltung obliege der alleinigen Verantwortung der jeweiligen kassenärztlichen Vereinigungen mit den Krankenkassen. Es gibt also bundesweit unterschiedliche Kriterien, diese Wirtschaftlichkeit festzustellen.

In Hessen darf nach Angaben der Bundesregierung "eine fehlende Verkehrsinfrastruktur bei der Wirtschaftlichkeitsfrage von Hausbesuchen keine Rolle spielen". In Schleswig-Holstein hingegen ist das anders.

  

Bundesgesundheitsminister Spahn müsse handeln, fordert Linkenpolitiker Kessler.

Spahn in der Pflicht

"Die Bundesregierung muss dringend einheitliche Kriterien für die Überprüfung festlegen. Selbstverständlich müssen dabei regionale Besonderheiten berücksichtigt werden - aber auch das muss dann kontrolliert werden von der Bundesregierung", sagt Kessler. Das könne man nicht den Selbstverwaltungsstrukturen oder den Behörden auf Landesebene überlassen.

Inwieweit die Sorge vor Rückzahlungen Hausärzte tatsächlich davon abhält, Hausbesuche zu machen, lässt sich anhand der Antwort der Bundesregierung nicht belegen. Es ist eine politische Interpretation der Linkspartei. Fakt ist aber: Die Zahl der Hausbesuche geht im Bundesdurchschnitt seit Jahren in fast allen 17 Bezirken der Kassenärztlichen Vereinigungen deutlich zurück. Gerade in ländlichen Regionen sind aber viele - vor allem ältere und immobile Patienten - auf Hausbesuche angewiesen.


Infekt überstanden, doch Erschöpfung persistiert: Ursachen und Optionen

  

Langwierige grippale Infekte, Influenza und Norovirus: Diese Infekte schlugen in der Wintersaison 2017/18 besonders heftig zu. Das spürten auch zahlreiche Arztpraxen mit einem ungewöhnlich hohen Patientenaufkommen. Auch wenn der Infekt beim Patienten überstanden ist, können starke Erschöpfung und Müdigkeit weiter anhalten oder gar stärker werden. Spätestens dann suchen Betroffene den Arzt auf.


Viren-Saison 2017/18: Besonders früh, besonders heftig

Die aktuelle Viren-Saison zeichnet sich durch einen frühen und sehr heftigen Ausbruch aus: Von Oktober bis Anfang März wurden laut Robert-Koch-Institut (RKI) über 101.000 Influenza -Fälle gemeldet. Zum Vergleich: In der gesamten Saison 2015/16 waren es rund 71.000. Zudem wurden deutlich mehr Todesfälle gemeldet: 465 verglichen mit 225 (2015/16). Auch das Norovirus grassierte besonders stark. Bereits im November 2016 war die Zahl der an das RKI gemeldeten Infektionen fast doppelt so hoch wie der Durchschnittswert desselben Zeitraumes der vergangenen fünf Jahre. 

Nicht mehr krank, aber auch noch nicht fit: Nach Grippe & Co. häufig

Während der Immunantwort und der damit einhergehenden Antikörperproduktion kommt es im akuten fieberhaften Infekt zu Entzündungsprozessen. Die beteiligten Entzündungsmediatoren verursachen typische Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und führen auch zu Verletzungen in Geweben und Organstrukturen. Diese müssen in der Folge erneuert und wiederhergestellt werden. Dabei fallen geschädigte Zellen und Stoffwechselprodukte an, die der Körper eliminieren muss. In der Rekonvaleszenz-Phase finden somit überall im Körper Reparatur- und Regenerationsvorgänge statt. Diese kosten den ohnehin durch Defizite in der Nahrungs- und Nähstoffzufuhr und durch Muskelschwund sowie Konditionsverlust geschwächten Körper zusätzliche Energie. Die Reserven des Körpers sind jedoch aufgebraucht, und die durch Krankheitsbekämpfung verlorene Energie muss der Körper im Anschluss an die Genesung wieder regenerieren. Dadurch entsteht das Gefühl der Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Vor allem ältere Patienten brauchen mehr Zeit, um sich nach einer Krankheit vollständig zu erholen.

Rekonvaleszenz ist wichtig, doch Erholung kommt oft zu kurz

Die beschriebenen physiologischen Prozesse während der Immunantwort und der Rekonvaleszenz-Phase erklären, warum Betroffene auch nach Abklingen der akuten Symptome nicht sofort wieder die gleiche Leistungsfähigkeit erbringen können wie vor der Krankheit. Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und rasch auftretende Erschöpfung, auch bei kleinsten Anstrengungen, sind typisch für diese Phase. Je schwerwiegender der Infekt, desto länger die benötigte Zeit zur Rekonvaleszenz. Als Faustregel gilt: Zur Dauer der akuten Krankheitsphase kommt noch einmal dieselbe Zeit für die Genesungsphase hinzu. Das Problem: Die Anforderungen der modernen, schnelllebigen Gesellschaft und des Berufslebens führen häufig dazu, dass die Rekonvaleszenz beim Patienten zu kurz kommt. Meistens reicht die Zeit nicht, um die Krankheit vollständig auszuheilen, bevor es wieder zum Alltag und Job übergeht. Fehlende Zeit zur Rekonvaleszenz ist jedoch häufig der Grund von wochenlang anhaltenden Infekten, die entweder nicht vollständig abklingen oder nach kurzer Zeit wieder aufflackern. Häufig ist die Angst um den Arbeitsplatz der Grund für verkürzte oder fehlende Rekonvaleszenz.Quelle: https://www.coliquio.de/infocenter

Hausärztemangel in Thüringen verschärft sich

 
Jeder siebte Hausarzt in Thüringen praktiziert im Rentenalter. Das berichtet der MDR und bezieht sich auf eine Statistik der Kassenärztlichen Vereinigung (KVT).  Demnach waren zum Stichtag 1. Dezember vergangenen Jahres im Freistaat 1487 Mediziner als Hausärzte tätig, davon haben 220 ihr 65. Lebensjahr erreicht. Zehn Ärzte sind bereits 80 Jahre alt oder älter. Der älteste aktive Hausarzt in Thüringen ist 85 Jahre alt.  

Ein Hausärztemangel droht in Thüringen den Angaben zufolge auch in den kommenden Jahren: Insgesamt sei mehr als die Hälfte aller Hausärzte in Thüringen bereits 55 Jahre alt oder älter, heißt es.

  

Sowohl Medizinstudenten, Weiterbildungsärzte als auch praktizierende Allgemeinmediziner könnten in Thüringen umfangreiche Fördermittel erhalten, berichtet der Sender. Vom Studium bis zur eigenen Niederlassung erhalten die Mediziner auf Antrag bis zu fünfstellige Fördersummen. Vergangenes Jahr habe die KVT dafür 3,5 Millionen Euro ausgegeben, heißt es. Das Geld stamme aus dem Honorarfonds der Ärzte.

Die im Kampf gegen den Ärztemangel eingerichtete Thüringer Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung wertet ihre Arbeit laut MDR als Erfolg. Bislang seien 188 sogenannte Thüringen-Stipendien vergeben worden: 182 an Allgemeinmediziner, sechs an Augenärzte, wird eine Sprecherin zitiert. Damit seien Ärzte in Weiterbildung über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren gefördert worden. Insgesamt habe die bislang ausgereichte Summe mehr als 1,8 Millionen Euro betragen. Von den unterstützten Ärzten hätten sich 39 in Thüringen niedergelassen oder seien hier neu angestellt worden.

62,5 Hausarzt-Sitze derzeit unbesetzt

Acht Ärzte hätten sich dagegen für ein anderes Bundesland entschieden und daher ihr Stipendium zurückzahlen müssen.

Die Gesundheitsministerkonferenz plant dem Sender zufolge bundesweit eine weitere Möglichkeit, dem Hausarztmangel zu begegnen: die sogenannte Landarztquote. Dabei sollten Bewerber an medizinischen Fakultäten bevorzugt einen Studienplatz bekommen, wenn sie sich vor Studienbeginn für eine spätere Karriere als Landarzt entscheiden, heißt es.

Die Stiftung Ambulante Versorgung hält die Landarztquote laut MDR aber für falsch: Der Zeitpunkt vor Studienbeginn sei zu früh, um solch eine zukunftsträchtige Entscheidung zu treffen. Ärzte, die aus dem ländlichen Raum kommen, ziehe es meist dahin wieder zurück. Unterstützt werde das, wenn die sozialen Strukturen auf dem Land verbessert würden.

62,5 Arztsitze in der hausärztlichen Versorgung seien laut KVT derzeit unbesetzt, heißt es.


Quelle: TA  /  07.01.17    Z0R0121328524   


Eine Information für Patienten
Geben Sie der Grippe eine Abfuhr – lassen Sie sich impfen!


Liebe Patientin, lieber Patient,
mit Beginn der kalten Jahreszeit naht auch die Grippewelle.
Den besten Schutz vor einer Erkrankung bietet die Impfung. Vor allem ältere, chronisch kranke und immungeschwächte Menschen sollten sich impfen lassen. Sie sind besonders gefährdet, sich mit dem Virus anzustecken.
Kein harmloser grippaler Infekt
Erst läuft die Nase, der Hals schmerzt, Kopf und Glieder tun weh. Einen normalen grippalen Infekt kennt jeder.
Eine „echte“ Grippe, die saisonale Influenza, zum Glück nicht. Zwar sind ihre Symptome ähnlich, die Erkrankung verläuft häufig aber schwerer: Schlagartig treten hohes Fieber, heftige Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen auf, lebensbedrohliche Komplikationen wie eine Lungenentzündung sind möglich. Fast jedes Jahr gibt es mehrere tausend Grippe-Tote in Deutschland.
Wichtigste Schutzmaßnahme ist die Impfung
Dass so viele Menschen an einer Grippe sterben, müsste nicht sein. Denn gegen die Influenzaviren gibt es eine Schutzimpfung. Der aktuelle Impfstoff enthält Bestandteile gegen die drei/vier Haupterregertypen, die nach Einschätzung von Experten in der kommenden Grippesaison vorwiegend verbreitet sein werden. Eine der Komponenten ist gegen den Erreger A/H1N1 wirksam, der 2009 die sogenannte Schweinegrippe auslöste.
Impfung am besten im Herbst
Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut empfiehlt, sich vorzugsweise im Oktober oder November impfen zu lassen, um zu Beginn der Influenzawelle, die typischerweise erst nach dem Jahreswechsel auftritt, geschützt zu sein. Auch ein späterer Zeitpunkt ist möglich.
Nach der Impfung dauert es etwa zwei Wochen, bis der Körper genügend Antikörper produziert hat, um gegen eine Influenzainfektion geschützt zu sein.
Impfstoff ist gut verträglich
Der Grippeimpfstoff ist gut verträglich. Gelegentlich kann es nach einer Impfung zu Rötungen oder einer Schwellung an der Einstichstelle kommen.
In seltenen Fällen treten Symptome wie bei einer Erkältung auf, die in der Regel nach ein bis zwei Tagen abklingen. Sie sind ein positives Zeichen dafür, dass der Körper Abwehrkräfte mobilisiert.
Wer sich impfen lassen sollte
Die STIKO empfiehlt die Influenzaimpfung insbesondere für Personen, die bei einer Infektion mit den Grippeviren ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben.

Zu diesen Risikogruppen gehören:
- Personen über 60 Jahre

- Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einem Grundleiden (z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten)

- Personen mit schweren neurologischen Grundkrankheiten wie  
Multiple Sklerose

- Personen mit einem geschwächten Immunsystem (z.B. HIV)

- Schwangere

- Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
- Außerdem sollten sich Menschen impfen lassen, die aus beruflichen Gründen viel Kontakt zu anderen Personen haben und sich dadurch schneller anstecken können.  
Dazu gehören:

- medizinisches Personal

- Menschen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
Krankenkasse übernimmt Kosten
Wenn Sie zu einer der Risikogruppen zählen, übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten für die Impfung. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrer Kasse. Einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten auch für Versicherte, die nicht zu den Risikogruppen gehören.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Impfung. Er berät Sie gerne.
Ihr Praxisteam


Fragen und Antworten zur Zentralen Terminservicestelle in Weimar (TSS)

Wie erreichen Patienten das Servicetelefon der TSS?

Telefon: 03643 7796042
 

Montag bis Freitag:       09:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Dienstag:                        14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
 

Wann kann ein Termin über die TSS vereinbart werden? 

Die Terminservicestelle ist ein Patientenservice, der  einen Facharzttermin vermitteln kann, falls dies mit Hilfe des überweisenden Arztes oder in Eigeninitiative nicht gelungen ist. 

Wer hat Anspruch auf die Vermittlung eines Facharzttermins über die TSS? 

Wer länger als vier Wochen auf einen Termin bei  einem  Facharzt warten muss, hat Anspruch auf die Vermittlung durch die Terminservicestelle. Der Vermittlungsanspruch gilt für alle Facharzttermine. Patienten müssen eine Überweisung mit einem Überweisungscode zu einem Facharzt verfügen (Der Überweisungscode wird von der Terminservicestelle abgefragt). Für die Vermittlung von Terminen bei Augenärzten und Frauenärzten ist eine Überweisung nicht zwingend erforderlich.
Ausgenommen von der Vermittlungspflicht ist derzeit die psychotherapeutische Versorgung. Der Vermittlungsanspruch gilt ebenfalls nicht für Routineuntersuchung und Bagatellerkrankungen. Vermittlungen zu Wunschärzten und Wunschterminen sind ebenso nicht möglich.
Nach Ihrem Anruf teilt Ihnen die TSS innerhalb einer Woche schriftlich einen Behandlungstermin bei einem Facharzt mit. Die Wartezeit zwischen Ihrem Anruf und Ihrem Termin sollte vier Wochen nicht überschreiten.
Bitte beachten Sie: Terminanfragen werden ausschließlich telefonisch entgegengenommen. Da eine Vermittlung zu Ihrem Wunscharzt nicht möglich ist, ist dies ggf. mit einer weiteren Anfahrt vom Wohnort zum vermittelten Facharzt verbunden. Es ist daher zu empfehlen, sich vor der Kontaktaufnahme mit der TSS an Ihren Wunscharzt zu wenden, um dort direkt einen Termin zu vereinbaren.
 

So funktioniert die Terminvermittlung konkret:

Der Patient hat eine Überweisung mit Überweisungscode erhalten (ausgenommen Augen- und Frauenärzte).

Der Patient wendet sich an die TSS.

Die TSS sucht für den Patienten einen Termin.

Der Patient erhält ein Schreiben mit dem Termin und den Arztdaten. Ebenso erhält der Facharzt ein entsprechendes Schreiben.

Zum vereinbarten Termin legt der Patient in der Facharztpraxis die Überweisung und das Schreiben mit Termin vor.

 

KBV: Patienten sollen nicht wahllos Termine bei Ärzten vereinbaren 

dpa - TLZ : 21.01.2016 - 11:24 Uhr                                                       

Die neuen Terminvergabestellen  wären nicht nötig, „wenn viele Patienten nicht wahllos Termine bei Ärzten vereinbaren würden“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.     

Andreas Gassen stellt klar, dass über die Terminservicestelle „keinesfalls Wunschtermine beim Wunscharzt vermittelt“ würden.

Berlin.  Die KBV hält die neuen Terminvergabestellen für überflüssig.  Die Terminservicestellen, die am kommenden Montag in Aktion treten, sollen den gesetzlich Versicherten auf Wunsch binnen einer Woche einen Termin bei einem Facharzt vermitteln.                                             

Die Wartezeiten entstünden, weil es zu viele Patienten gebe, die wegen derselben Beschwerden zu zwei, drei oder sogar noch mehr Fachärzten gingen, sagte Gassen. Man könne diesen „ungehinderten und beliebigen Zugang zum Arzt auf Dauer nicht aufrechterhalten. Wir brauchen Steuerungsinstrumente.“             

Die geringsten Wartezeiten gibt es in Deutschland

Seiner Meinung nach sollte es einen Arzt geben, der für den Patienten immer der erste Ansprechpartner ist und der ihn dann weiterleitet. „Das kann der Hausarzt sein, aber auch der Frauenarzt oder bei chronisch Kranken auch der behandelnde Facharzt“, meinte der KBV-Chef.  Der „Passauer Neuen Presse“ sagte Gassen: „Dass wir die Einrichtung der Terminservicestellen kritisch sehen, ist kein Geheimnis. Wir können die Notwendigkeit dieser Einrichtung nicht wirklich erkennen. Im internationalen Vergleich zeigt sich immer wieder, dass wir in Deutschland mit die geringsten Wartezeiten auf einen Arzttermin haben.“  Gassen stellte klar, dass über die Terminservicestelle „keinesfalls Wunschtermine beim Wunscharzt vermittelt“ würden. „Häufig werden es für den Patienten unbekannte Ärzte sein, die vermittelt werden. Wer einen Termin beim Arzt seines Vertrauens möchte, sollte sich auch weiterhin am besten direkt an die Praxis wenden.“             

Pöbelnde Patienten: 703 Beschwerden im Jahr 2015

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) fordert mehr Respekt. Die Ärztekammer muniert: „Man sieht uns nur als Dienstleister.“  Ärzte in Thüringen bemängeln das Verhalten ihrer Patienten. Patienten in einer Westthüringer Praxis beschimpfen und bedrängen Ärzte, weil sie nicht Medikamente verordnen wollen, ohne sie vorher untersucht zu haben. Im Norden des Landes wird eine Kinderärztin von Eltern unter Druck gesetzt, bestimmte Arzneimittel zu verschreiben. Eine Ärztin, die bei einem Patienten zu Hause den Herzschrittmacher kontrolliert, wird von dessen Angehörigen angepöbelt.  Dies sind nur einige Beispiele, die gestern die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in Weimar in einer Mitteilung auflistete. Es gebe eine „Häufung verbaler Angriffe“, teilte die Organisation mit, in der sich die rund 4000 zumeist niedergelassenen Ärzte Psychotherapeuten in Thüringen selbstverwalten.          

Man sei zwar für Kritik offen, hieß es vom Vorstand. Dennoch fordere man „nachdrücklich“, „diese Unzufriedenheit sachlich auszudrücken und Angriffe jeglicher Art sowie Falschinformationen zu unterlassen“.   Auf Nachfrage unserer Zeitung konnte allerdings der Sprecher der KV keinerlei Zahlen zum Anstieg der Vorfälle nennen. Es gehe eher um eine „subjektive Wahrnehmung“, sagte Veit Malolepsy. Das übliche Maß der Konfrontation, das es immer gegeben habe, werde derzeit „klar überschritten“. Echte Übergriffe seien aber bisher nicht gemeldet worden.             

703 Beschwerden im  vergangenen Jahr

Die Thüringer Ärztekammer teilt dennoch die Besorgnis der KV. Die Hemmschwelle für unberechtigte Klagen sei deutlich gesunken, sagte die Sprecherin der Standesvertretung, Ulrike Schramm-Häder, gestern unserer Zeitung. So habe man im abgelaufenen Jahr 703 allgemeine Beschwerden von Patienten gezählt, die nicht Kunstfehler oder schwere Verstöße betrafen. Dies waren rund 100 mehr als im Vorjahr. „Immer mehr Patienten sehen Ärzte als reine Dienstleister und verhalten sich entsprechend“, sagte Schramm-Häder.  Die Kassenärztliche Vereinigung verbindet ihre Klage mit Forderungen an die Politik. „Bestehende Defizite“ in der Versorgung seien nicht auf die Ärzte, sondern die Rahmenbedingungen zurückzuführen. Dazu zählten die begrenzten Budgets, die dazu führten, dass Ärzte nicht ihre vollen Leistungen vergütet bekämen. Zudem berücksichtige die Bedarfsplanung für die ärztliche Versorgung nicht, dass die Bevölkerung immer älter werde. Dies gelte vor allem für den Osten, sagte Sprecher Ma-lolepsy. Schon jetzt müsse in Thüringen ein niedergelassener Mediziner etwa ein Drittel mehr Behandlungen erbringen als im Bundesdurchschnitt üblich sei.   Dass die KV jetzt versucht, den Druck zu erhöhen, hat auch damit zu tun, dass die Richtlinie, welche die Bedarfsplanung regelt, bis Ende dieses Jahres vom Bund überarbeitet werden soll. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) wollte sich gestern nicht zu den Vorwürfen der KV äußern. Sie seien zu unkonkret, sagte ein Sprecher. Auch die AOK als größte Thüringer Kasse lehnte einen Kommentar ab.

 

Quelle:

Martin Debes

Thüringer Allgemeine Zeitung vom 05.01.2016

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